von Beate Meier (Kommentare: 0)

Bedingtheiten sind keine Zufälle

Somatik und Friedensarbeit

Ja, ich bin noch da! Erst aus Berlin mit Wellness-Einlage, noch mal zurück aus Basel auf den Spuren meiner inneren "Grossstadt-Schamanin", und dann erst mal mit einer dollen Erkältung gebeutelt. Doch nun, für Nicht-Leser gleich hier die neuen Termine und Raum-Info Kreuzlingen! Aktuell bitte immer die Homepage prüfen und mich anmailen, wir wissen aktuell gerade mal 2 Wochen vorab, wo es mit der nächsten Schichtplanung langgeht...

Mein kompromisslos klarer, unverschnörkelter, non-esoterischer Lieblingssatz aktuell:

„Es geht nicht darum, uns besser zu fühlen, sondern darum,
besser [bewusst] fühlen zu lernen."
Michael Brown

So Anti-Facebook, plakattauglich und hoch politisch nebenbei.

Gerade geniesse ich auch jeden Moment kleiner Freizeit das Sonnenlicht nach der Lohn-Fabriktätigkeit, in so viel Stille und mit mir sein wie möglich, befasse ich mich doch mal mit meinem Sudoku in Contao (Website-CMS), finde weniger Ansatz zum Schreiben hier (trotzdem jetzt länger geworden ;-) ), da ich mich tiefer in Prozessarbeit befinde, wo es nicht viel Worte gibt (oder gab). Und authentisch sein ist gut, aber auch Abstand wahren, sich zu schnell offenzulegen. Leise scheint sich neue Bewegung abzuzeichnen und doch auch hui, was kann es -wieder- schütteln (aber ich fahr ja auch manchmal 2-3-gleisig ;-) ). Zum Glück komme ich aus dem textilen Bereich und weiss gut 'durchgewalkt' zu schätzen... Es wärmt...

Warum grabe ich so? Hm, sagen wir, ich verstehe es auch manchmal nicht, wenn ich in der physischen, mentalen Welt sehe, welche Menschen mit welchen Mustern, in welchen Positionen und Handlungsbefugnissen über ganze Unternehmen und Länder sitzen können. Und ab und an verlässt mich klar die Gelassenheit damit, dass Vergänglichkeit einfach IMMER eine Rolle spielt, die Möglichkeiten eines Menschenlebens auf der Zeitebene unwiederbringlich verstreichen. Komisch ist, dass man dann sagt, „alles hat seine Zeit“, wenn Prozessarbeit damit doch eigentlich nichs zu tun habe (die SpezialistInnen mögen die Spitzfindigkeit bitte entschuldigen, rrrrr ;-) ).
Doch gleichermassen glaube ich (oder Das in mir) nicht an Zufälle. Das habe ich nie.  ES GIBT BEDINGTHEITEN, ABER KEINE ZUFÄLLE. Selbst wenn mir das und gut haltbare Knoten selber absolut nicht immer schmecken sollten. Als „empirische Pragmatikerin“ halte ich auch nicht viel von 'Glauben'...
Und einfach, dieses Leben mag einfach keine Fluchtwege (sind so eng).

Ich habe als Kind gerne Grundrisse gezeichnet, bevor ich mal etwas in Architektur unterrichtet wurde. Grösser als die Welt war schon mal drin. Alles sollte seinen „Raum haben“. Und klar hiess es dann, „das geht nicht“ auf dieser Welt, statt dass man daran dachte, sie schwebe im All. Dann wurde mir zu meinem Detail-Trieb ebenso mal ein Mikroskop geschenkt. Ich sehe das auch symbolisch.

Es war noch verhältnismässig spät, dass ich Unterstützung und das Sprungbrett erhalten habe, Erfahrungen und Geschehnisse und Innen-Leben besser zu ordnen. Doch ich wollte immer verstehen und wir leben in unserem Zeitalter zum Glück in besseren Möglichkeiten! Vor dem Tat-sächlichen „Ver-stehen“ (Ver-stellen?) hatte ich wohl leise schon ein Fitzelchen mehr Ahnung und Antriebsfeder, dass NUR ein innerliches Durchdringen, die Entwicklung dieser so genannten „inneren Weisheit“, hilft, zu entwirren, zu lösen. Und WENN, dass nur dann eine Brücke gebildet wird. Wenn aus dieser Einfühlung und besserer Wahrnehmung ein Denken, eine Kommunikation und die gehörte(!) Sprache schöpfen kann, dann ist es ebenso die einzige hilfreiche, empathiegetragene Verbindung zu anderen Menschen, Wesen und der Welt. Deshalb heisst es auch In-tegrationsarbeit, nicht Los-werden. (Ein erneuter Appell auch an die, die Väter und Mütter sein dürfen oder mit Kindern arbeiten. An die erwachsenen Kinder. Es wirkt in Generationen.)

Kurz, es ist für mich FRIEDENSARBEIT. Darum tue ich es. Ich muss dafür nicht nach Bangladesch reisen um anzufangen. Und ich erlebe Resultate -selbst im Akkord „an der Line“.

Das war ein Umweg oben, doch in unserer von Aktionismus und „Machen“ und auch „Helfen“ nach aussen und oft nur Symptom-getriebenen Welt, nicht von ungefähr.

Ich bin überzeugt, dass dieser unser KÖRPER das unmittelbarste, kommunikativste Instrument ist, uns IMMER WIEDER auf den Weg hinzuweisen, durch physische Schmerzen, Krankheiten, chronisches Unwohlsein aller Arten, Kummerschichten, Entzug, (Selbst-) Vernachlässigung, regelmässige „Unfälle“, mentale Zustände, Hyperaktivität und emotionale Impulsivitäten. Durch das was uns begegnet, wie wir agieren, in reaktive Aktion gehen, ablenken, medikamentieren, ruhigstellen, statt zu spüren, achtsam zu begegnen und zu Hand-eln.

Ich sass bei einem meiner, sagen wir Art „Weisheits-Mentoren“, in Basel und hab an Dich gedacht, lieber Mensch, meine KollegInnen in der Firma, die ich wenn auch nur in 5-Minuten-Pausen mal „persönlicher“ spreche, die auch nur knappen Begegnungen der letzten Jahre und das, was mein Herz berührt und gefordert hat. Momente abseits von Wetterberichten und Kinofilmen.

Ich danke Dir. Für Dein Lächeln, Deine Offenheit, Dein Zeigen.

Es erfüllt mich in meiner Massage-Arbeit, wenn ich spüre, dass über den Körper ein Raum entstehen kann, bei der Einen vielleicht überhaupt erst mal ein „anderes“ Gefühl, anderes Erleben, eine „Feststellung, dass...“, für den Anderen öffnet sich gleich ein komplett anderes Fenster, selbst wenn es sich danach bald wieder schliesst. Doch wenn es Unterstützung gibt, und sei es rein physisch für mehr Beweglichkeit, ein „Minimü“ anderer Dimension zu öffnen, dann ist das schon so so VIEL !

Sei gut mit Dir.

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